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Drucktelegrafen

200x200Drucktelegrafen sind mit einer Buchstabentastatur zu bedienen – und das Telegramm kommt beim Empfänger in Klarschrift an. Damit entfiel die bei der Morse-Telegrafie notwendige Übertragung in den Morsecode. Der 1855 von David Edward Hughes erfundene Typendrucktelegraf wurde ab den 1860er Jahren auch bei den europäischen Postverwaltungen eingesetzt. Er war schneller als die Morseschreiber, denn vor allem die vielen Hundert Kilometer an Leitungen waren teuer, nicht die Apparate. 1875 folgte das System von Émile Baudot mit einer 5-Bit-Codierung und der Möglichkeit, mehrere Telegramme gleichzeitig über eine einzige Leitung zu übertragen.

Bei den Typendrucktelegrafen besitzen wir nicht nur die von der Reichstelegrafenverwaltung verwendeten Hughes- und Baudot-Telegrafen, sondern auch mehrere Siemens-Schnelltelegrafen und zahlreiche Börsendrucker. Herausragende Stücke sind der Tillotson-Telegraf von 1885, der Zerograph von Kamm aus dem Jahre 1896 und der Téléscripteur der Wiener Börse von Bernhard Hoffmann.

Drucktelegrafen im Depot Heusenstamm Drucktelegrafen im Depot Heusenstamm Drucktelegrafen im Depot Heusenstamm Drucktelegrafen im Depot Heusenstamm Drucktelegrafen im Depot Heusenstamm

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


 

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