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Bildtelegrafie und Fax

200x200Ein Telefax oder Bildtelegramm ist die Übertragung von Dokumenten- oder Bildvorlagen über elektrische Nachrichtenverbindungen. Bereits im 19. Jahrhundert gab es erste Apparate, die allerdings die Bilder elektrochemisch aufzeichneten und daher unzuverlässig waren. 1927 richtete dann die Reichspost ein Netz von Bildtelegrafen ein. In den 1950er Jahren nutzten meist nur Presseagenturen, Wetterdienste oder Polizeidienststellen Telefaxgeräte. Die Bundespost führte den öffentlichen Faxdienst erst 1979 ein – in den 1980er Jahren kam kaum noch ein Büro ohne Faxgerät aus.

In der Sammlung der Museumsstiftung befinden sich unter anderem ein Bildtelegraf von Alexander Bain, mit dem 1843 alles begann, ein Teleautograph von Elisha Gray aus dem Jahr 1888, Otho Fultons Fultograph von 1929, der Bilder drahtlos über Radiosender übertrug, und Hellfax-Blattschreiber sowie Muirhead-Transceiver. Der Infotec 6000 von 1974, der erste Fernkopierer in Europa, eröffnet den Reigen der modernen Telefaxgeräte ab den der 1980er Jahren.

Bildtelegrafie-Apparate im Depot Heusenstamm Bildtelegrafie-Apparate im Depot Heusenstamm Bildtelegrafie-Apparate im Depot Heusenstamm Bildtelegrafie-Apparate im Depot Heusenstamm Bildtelegrafie-Apparate im Depot Heusenstamm

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


 

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