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Wertzeichen- und Postkartengeber

Verkaufsautomat WH 2m für Wertzeichenheftchen, Deutsche Post der DDR, um 1978Postwertzeichengeber (Postwertzeichenautomaten) dienen dem Vertrieb der gebräuchlichsten Postwertzeichen und Postkarten. Sie entlasten die Postschalter und beschleunigen dadurch den Verkehr mit dem Publikum an den Schaltern. Verkaufsautomaten wurden um 1880 in England entwickelt und eingesetzt. Der erste Wertzeichengeber der Kaiserlichen Reichspost wurde Ende 1901 Beim Postamt Berlin 66 (Mauerstraße 69-75) aufgestellt. In den Jahren 1901 bis 1907 wurden von der Reichspost Versuche mit verschiedenen Modellen vorgenommen. Die Automaten wurden in der Regel vor Postgebäuden, in Schaltervorräumen, auf Bahnhöfen und verkehrsreichen Plätzen aufgestellt. Ab 1906 wurden auch Postkartengeber aufgestellt. In den 1920er Jahren wurde verstärkt an dem Problem der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Geräte gearbeitet, was bei Außengeräten zur Verklebung der Markenrollen führte.

Die Sammlung der Museumsstiftung umfasst rund 100 Postwertzeichengeber und 30 Postkartengeber der gängigsten Firmen aus dem Zeitraum 1900 bis 2000.

Briefmarkenautomat, Abelsche Briefmarken-Automaten-Vertriebs-Gesellschaft, Berlin, um 1910 Wertzeichengeber, Turbon GmbH Berlin, 1930 Schild eines Wertzeichengebers, Deutsche Reichspost, vor 1945 Wertzeichen- und Postkartengeber, Postamt Nürnberg 1, Deutsche Bundespost, 1960 bis 1969 Wertzeichengeber, Signalapparatefabrik Julius Kräcker AG, Berlin, Deutsche Reichspost, 1919

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.


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