[ X ]

Waffen, Orden und Abzeichen


Japanischer Orden, verliehen an den Geheimen Postrat Herrmann. Galle, ca. 1875 bis 1907
Überfälle auf (Post-) Boten und Postillione gehörten seit jeher zu deren Berufsrisiko. Die Motive der Täter ergaben sich aus dem transportierten Gut, den schriftlichen Informationen und beförderten Werten. Für die Sicherheit der Postwege waren offiziell staatliche Sicherheitsorgane zuständig, die aber bei langen und unwegsamen Routen kaum gewährleistet werden konnte. Daher führten die Fußboten lange Botenspieße mit sich und Postillione erhielten zur Verteidigung in gefährdeten Gebieten Stich- oder Schußwaffen.

Doch auch bei der modernen Post wurden noch Waffen genutzt; so lag in den 1950er Jahren in kleineren Poststellen ein Schlagstock zur möglichen Verteidigung von Paketen sowie Wertzeichen- und Geldbeständen. Daneben entwickelte die Post beständig verbesserte Transportbehälter und Schlösser sowie Sicherheitskonzepte, um die Möglichkeiten eines Überfalls bereits im Vorwege zu minimieren.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm die ursprünglich sparsame Vergabe von Orden bei der Post deutlich zu. Die Zunahme von Ordensarten und Ordensklassen führte zu regelmäßigen Ordensverleihungen. Mit dem Ende des Kaiserreichs entfiel die Vergabe von Orden an Postbedienstete.

Die Stiftung verfügt über eine Sammlung von gut sechzig Waffen aus dem Postgebrauch. Orden und Abzeichen verschiedener Art sind aus der Zeit seit 1840 erhalten.

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.


Weitere Daten in der Objektdatenbank: Waffen | Orden & Abzeichen