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Uniformen, Dienstkleidung und Unternehmensbekleidung


Epaulette vom Galarock des Oberpostrates Schneider, Königlich Bayerische Post , Bamberg, 1907 bis 1918Uniformen dienten nach Außen der Autorität und nach Innen der Positionierung innerhalb der Hierarchie. Seit 1872 übernahmen an jeder Oberpostdirektion der Reichspost posteigene Kleiderkassen die Bestellung, Auslieferung und halbjährliche Beitragserhebung für die Dienstuniformen. Die dunkelblauen Postuniformen nach dem Schnitt der preußischen Militär-Waffenröcke hatten goldfarbene Knöpfe mit Kaiserlichem Adler. In den 1920er Jahren wandelte sich der Kleidungsschnitt vom strengen „Rock“ zur bequemeren „Joppe“. Waren in den 1950er Jahren in BRD und DDR noch differenzierte Kragenspiegel an den Dienstkleidungen vorgeschrieben, so wichen diese in den 1960er und 1970er Jahren geänderten Dienstgradabzeichen am Ärmelaufschlag. Die klassische Schirmmütze wurde noch bis zur Änderung der Postdienstkleidung 1990 getragen. Die nach Abschluss der Postreform 1997 eingeführte Unternehmensbekleidung zeichnet sich durch einen Verzicht auf Rangabzeichen und eine hohe Funktionalität aus.

Der Bestand historischer Postuniformen und moderner Unternehmensbekleidung umfasst rund 2.000 Objekte. Aufgrund der starken Nutzungsbeanspruchung, Schädlingsanfälligkeit und der teilweisen Weiternutzung fehlen im Sammlungsbestand Uniformen vor 1850. In der Sammlung befinden sich Uniformen der Kaiserlichen Reichspost, der Königlich Bayerischen Post, der Königlich Württembergischen Post und der Deutschen Reichspost sowie Dienstkleidungen der Deutschen Bundespost und der Deutschen Post der DDR wie auch Unternehmensbekleidungen von Deutscher Telekom AG und Deutscher Post AG.

Jacke eines Postschaffners der Deutschen Reichspost, 1928 bis 1932 Zylinder eines Postillions der Königlich preußischen Post, um 1850 Jacke des Postschaffners Wübbenhorst aus Oldenburg, Kaiserliche Reichspost, 1909 Jacke von Hauptassistent Lydia Kahabka, Chemnitz (Sachsen), Deutsche Post der DDR, vor 1989 Jacke eines Postillions der Königlich Sächsischen Post aus Pirna, 1862

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.


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