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Zustelltaschen


Tasche für Briefzustellkarren des Zustellstützpunktes Dahme (Holstein), Deutsche Bundespost, 1988Schon zu Beginn der organisierten Postbeförderung bediente man sich spezieller Taschen: Postreiter nutzten sogenannte Felleisen, verschlossene, wasserdichte Ledersäcke, die hinter dem Sattel festgeschnallt wurden, Fußboten trugen Umhängetaschen, um Briefe zu befördern. Mit dem Zusammenschluss der einzelnen Landesposten zur Reichspost wurde auch die Ausstattung der Postbeamten vereinheitlicht.

Von der Post wurden spezielle Taschen für den Dienst entworfen und die Herstellung in Auftrag gegeben. Hierzu zählen rote Leder-Taschen für Telegramme und Eilsendungen sowie Schmucktelegramme, Geldtaschen mit verschließbarem Eisenbügel und umlaufendem Trageriemen für Geldzusteller, Beitaschen (Ergänzungstaschen) aus Segeltuch und Poststellentaschen mit verschließbarem Metallbügel für den internen Postaustausch. Ab den 1980er Jahren begann der Einsatz von Kunststofftaschen, die das traditionelle Material Leder ersetzten. Die umfangreiche Sammlung der Museumsstiftung besteht hauptsächlich aus Taschen des 20. Jahrhunderts.

Zustelltasche für die Eilzustellung von Schmuckblatttelegrammen der Deutschen Bundespost, 1952Geldtasche des Postamtes Leipzig 18, Deutsche Post der DDR, vor 1990 Poststellentasche, Deutsche Bundespost, 1960 Zustelltasche der Deutschen Bundespost, 1950 Zustelltasche für Handfahrgerät, Deutsche Bundespost, 1991

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.


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