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Telegrafenkarte des Norddeutschen Bundes (Titelblatt), 1868
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Telegrafenkarten in den Beständen der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Telegrafenkarte des Norddeutschen Bundes (Titelblatt), 1868
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Die elektrische Telegrafie setzte sich in Deutschland um das Jahr 1850 durch. Seither konnten Nachrichten über große Distanzen schnell wie nie zuvor übertragen werden, unabhängig von einem menschlichen Überbringer. Damit einher ging die kartografische Dokumentation der hierfür neu geschaffenen telegrafischen Verbindungen in Stadt und Land. Telegrafenkarten zeigen den Verlauf der Linien und Leitungen, der Verwaltungsgrenzen sowie die Lage der Telegrafenstationen, anfangs der Eisenbahn-Telegrafenstationen. Sie differenzieren zwischen verschiedenen Leitungstypen, sie weisen genau die Dienstbereitschaft der einzelnen Stationen aus (z.B. voller Tag- und Nachtdienst) und enthalten darüber hinaus eine Fülle weiterer technischer Details.

Telegrafenkarten dienten als interne Arbeitsmittel in der Verwaltung und Planung, aber auch zur Repräsentation der geleisteten Arbeit. Oft erschienen Telegrafenkarten aufgrund besonderer Ereignisse, beispielsweise anlässlich der ersten Transatlantikkabelverlegung im Jahr 1866, zum Abschluss der unterirdischen Kabelverlegung im Deutschen Reich 1881 oder aufgrund der im Jahr 1885 in Berlin stattfindenden internationalen Telegrafenkonferenz. Mit der weiteren technischen Entwicklung erschienen auch Karten zum Fernsprech- und Funkwesen.

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Kontakt

Mirjam Kasperl

Museologin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 52
E-Mail: m.kasperl*mspt.de

Mirjam Kasperl ist als Museologin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Dort betreut sie die Kartensammlung sowie die Sammlung der Planzeichnungen und Ansichten historischer Postgebäude. Einen ersten Eindruck von der thematischen Vielfalt der Sammlung vermittelt die Online-Datenbank, die nach Eingabe des Begriffs „Kartografie“ Landkarten und Atlanten auflistet.


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