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Spielzeugtelegrafen und -telefone

Spielzeugtelegrafen und -telefoneSeit dem Ende des 19. Jahrhunderts imitieren Kinder im Spiel mit eigens für sie kreierten Telefonen und Telegrafen die Kommunikationsmethoden der Erwachsenenwelt. Dabei lassen sich an der Spielzeugproduktion der Medienwandel, aber auch die technische Entwicklung sowie die Trends innerhalb eines Mediums ablesen. Zur Hochzeit der Telegrafie wurde mit nachgebauten Telegrafen gespielt, später mit Dosen- und Spielzeugtelefonen, heute sind SMS-Messenger und Spielzeughandys in Mode.

Zur Sammlung der Museumsstiftung gehören etwa 300 Spielzeugtelefone und Spielzeugtelegrafen. Das Spektrum bei den Telefonen geht von Telefonbaukästen über Dosentelefone, Holztelefone, elektronische Telefonspiele und Spielzeughandys bis hin zu Bildtelefonen. Nicht fehlen dürfen ein kleiner OB 05 von ca. 1910 mit Induktorkurbel und Reichsadler sowie Spielzeugfaxgeräte. Bei den Telegrafen finden sich Demonstrationsapparate, Morsespiele und -übungsgeräte; dazu Imitationen bekannter Telegrafentypen wie Feldtelegraf oder Zeigertelegraf.

Kontakt

Frank Gnegel

Abteilungsleiter Sammlungen
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 200
E-Mail: f.gnegel*mspt.de

Frank Gnegel leitet seit 1998 die Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation am Standort Heusenstamm. Dort ist er für die Kunstsammlung zuständig und kümmert sich neben den Gemälden und Skulpturen um die grafische Sammlung und die Plakate. Sein besonderes Interesse gilt den Verschlüsselungsgeräten und der Telegrafie.


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