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Seekabel

SeekabelEuropa und Amerika durch ein Telegrafenkabel zu verbinden, war eine der großen technologischen Herausforderungen des 19. Jahrhunderts. Nach der erfolgreichen Kabelverlegung durch den Ärmelkanal 1851 wurde 1857 das erste Transatlantikkabel verlegt, doch erst 1866 gelang eine dauerhafte Verbindung. Nach und nach umspannte ein Netz von Seekabeln den Globus. Während ab den 1960ern für Telefongespräche und Fernsehübertragungen nach Übersee Satelliten genutzt wurden, bilden heute moderne Glasfaser-Seekabel das Rückgrat des Internets.

Im Sammlungsbestand finden sich Musterstücke vieler wichtiger Seekabelprojekte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Eine Probe des ersten Seekabels Dover – Calais von 1851 ebenso wie Teile des ersten Transatlantikkabels von 1858 oder des ersten deutschen Atlantikkabels von 1900. Schmuckvoll gearbeitete Kabelkästen verschiedener Kabelhersteller und -gesellschaften zeugen von der Bedeutung dieser Unternehmungen. Zugleich illustrieren die vielfältigen Kabelmuster die Veränderungen in der Kabeltechnologie in den vergangenen 150 Jahren.

Seekabelproben in der Sammlung des Museums für Kommunikation Frankfurt Seekabel - Kasten mit fünf Telegrafenkabelmustern des Direct United States Cable des Unterseekabels England - USA aus dem Jahre 1874 Seekabelproben in der Sammlung des Museums für Kommunikation Frankfurt

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


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