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Seefunk

200x2001901 sendete Guglielmo Marconi ein Funktelegramm über den Atlantik. In Deutschland entwickelten Adolf Slaby und Ferdinand Braun Funktelegrafen, die durch die 1903 gegründete Gesellschaft für drahtlose Telegrafie weltweit vertrieben wurden. In beiden Ländern wurden Schiffe, Leuchttürme und Küstenfunkstellen mit Funktelegrafen ausgerüstet; die beiden Systeme konkurrierten. Der Untergang der Titanic, die 1912 mit ihrer Marconi-Anlage SOS funkte, rückte den Seefunk ins internationale Bewusstsein.

Aus dieser Zeit stammt ein bedeutender Teil der Sammlung, der sowohl komplette Marconi-Sende- und Empfangsanlagen aus den Jahren zwischen 1910 und 1914 umfasst wie auch solche von Telefunken und Lorenz. Seefunk-Gerät aus den folgenden Jahrzehnten vervollständigen die Sammlung ebenso wie komplette Arbeitsplätze und Geräte aus den Küsten- bzw. Seefunkstellen Norddeich-Radio, Elbe-Weser-Radio und Rügen-Radio.

Kontakt

Dr.-Ing. Tina Kubot

Dr.-Ing. Tina Kubot

Referentin Mediengeschichte
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 220
E-Mail: t.kubot*mspt.de

Dr. Tina Kubot ist Halbleitertechnologin und seit 2017 Referentin für Mediengeschichte. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen Informations- und Kommunikationstechnologie wie Radio, Fernsehen und Computer. Funk, Sende- und Studiotechnik gehören ebenfalls dazu, wie auch Bild- und Tonaufzeichnung. Ihr Forschungsinteresse liegt in der Technikgeschichte mit dem Schwerpunkt auf Technikgenese und -entwicklung.


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