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Radios

"D-Zug" von Siemens & Halske, 1924Während des Ersten Weltkrieges schritt die Entwicklung der Elektronenröhren so weit fort, dass mit Röhrensendern nicht nur Morsesignale, sondern auch Sprache und Musik übertragen werden konnten. 1923 wurden dann die ersten deutschen Radiosendungen ausgestrahlt. Anfang 1924 gab es in Deutschland 1.600 Rundfunkteilnehmer, ein Jahr später bereits 550.000. Im Dritten Reich wurde das Radio als nationalsozialistisches Propagandainstrument zum Massenmedium. In der Nachkriegszeit galten Transistorradios als Symbol einer neuen Kultur, und heute ermöglichen Internetradios die Wahl unter nahezu unbegrenzt vielen Sendern.

In der Sammlung der Museumsstiftung befinden sich Geräte aus allen Epochen: Detektorempfänger mit Kopfhörern aus den Anfangsjahren des Rundfunks, Röhrengeräte mit Lautsprechern aus den Jahren seit 1926 und der bekannte Volksempfänger VE 301 aus der NS-Zeit. Transportable Transistorradios, aber auch majestätische Musiktruhen und Stereoanlagen aus dem Ost- und Westdeutschland der 1950er bis 1990er Jahre stehen neben aktuellen Digital- und Internetradios.

Radiogeräte im Depot Heusenstamm Radiogeräte im Depot Heusenstamm Radiogeräte im Depot Heusenstamm Radiogeräte im Depot Heusenstamm Radiogeräte im Depot Heusenstamm

Kontakt

Dr.-Ing. Tina Kubot

Dr.-Ing. Tina Kubot

Referentin Mediengeschichte
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 220
E-Mail: t.kubot*mspt.de

Dr. Tina Kubot ist Halbleitertechnologin und seit 2017 Referentin für Mediengeschichte. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen Informations- und Kommunikationstechnologie wie Radio, Fernsehen und Computer. Funk, Sende- und Studiotechnik gehören ebenfalls dazu, wie auch Bild- und Tonaufzeichnung. Ihr Forschungsinteresse liegt in der Technikgeschichte mit dem Schwerpunkt auf Technikgenese und -entwicklung.


Weitere Daten in der Objektdatenbank: Rundfunk