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Pupinspulen und Verstärker

Pupinspulen und VerstärkerIn Nachrichtenkabeln kommt es wie in jedem elektrischen Leiter zu Leitungsverlusten; die Dämpfung führt dazu, dass die Signale mit zunehmender Distanz immer schlechter werden. Auf den ab den 1850er Jahren verlegten Unterseekabeln war dies ein Problem. 1887 stellte Oliver Heaviside fest, dass sich Verzerrungen der Signale in Unterseekabeln verminderten, wenn man in regelmäßigen Abständen elektrische Spulen in die Leitung einbaut. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts kamen solche Leitungen mit den nach Mihajlo Pupin benannten Pupinspulen auch an Land bei Telegrafen- und Telefonleitungen zum Einsatz.

Nachdem Robert von Lieben 1906 die Verstärkerröhre erfunden hatte, wurden – zunächst nur auf Landverbindungen – auch viele 1000 km lange Telefonleitungen möglich. In das erste, 3600 km lange transatlantische Telefonkabel TAT-1 im Jahre 1956 waren 51 Verstärker im Abstand von jeweils 70 Kilometern eingebaut.

Die Sammlung der Museumsstiftung umfasst einen repräsentativen Bestand an Übertragungs- und Verstärkertechnik. Darunter sind auch mehrere frühe Pupinspulen und zahlreiche Verstärker verschiedener Bauart.

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


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