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Postschalter

Schalter der Deutschen Post der DDR, Berlin, Französische Straße, 1986Postschalter bilden den Übergang vom Arbeitsbereich der Postmitarbeiter/innen zum Kundenbereich. Seine Gestaltung wurde maßgeblich vom Stilempfinden und Sicherheitsfragen geprägt. Ab den 1920er Jahren wurden schlichte Glasscheiben statt Holzaufbauten mit Glaseinsatz errichtet, um eine größere Transparenz herzustellen, die Schalterhöhe wurde meist auf 155 cm begrenzt. Ab den 1960er Jahren wurden zum Schutz vor bewaffneten Überfällen Panzerglasscheiben oberhalb und schusssichere Metallplatten unterhalb der Tischbande eingebaut. Ab den 1990er Jahren wurde mit dem „Open-Service“ auf Glasscheiben gänzlich verzichtet und offene Bedientheken verwendet.

Trotz geänderter Schalterkonzepte und vereinfachter Formensprache blieben viele Postschalter aus der Frühzeit der Kaiserlichen Reichspost noch bis in die 1950er und 1960er Jahre bestehen. Entsprechend konnten historische Schalter erst relativ spät in die Sammlung übernommen werden.

Einen Eindruck von der Veränderung der Postschalter vermitteln 16 originale Schalterwände im Besitz der Museumsstiftung. Die älteste Schalterwand stammt aus dem Jahr 1880 vom Postamt Salzwedel und die jüngste aus dem Jahr 2006 aus einem Postamt im Berliner Hansaviertel. Der Bestand wird ergänzt durch Schaltermöbel wie beispielsweise Tische, Stühle und Pulte.

Schalter der Deutschen Post der DDR, 1985 Schalter der Deutschen Bundespost, Weißenburg, um 1954 Schalter der Deutschen Reichspost, Nottuln, um 1940 Schalter der Deutschen Post, Sperenberg, errichtet um 1927 Schalter der Deutschen Bundespost, Hamburg, Mönckebergstraße, 1983

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.