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Postmobiliar

Stempeltisch der Deutschen Bundespost, Hamburg - Harburg, 1970Die Dienst- und Kundenräume der Post wurden zweckmäßig und nach Kostengesichtspunkten ausgestattet, in der Amtssprache von 1914 hieß das: „Die Innenausstattung des Gebäudes ist unter Vermeidung jedes unnötigen Aufwandes gediegen aber einfach.“ Meist wurde das günstigere Kiefernholz statt des teureren Eichholzes verwendet. Das Mobiliar bestand zu einem Teil aus handelsüblichen Schreibtischen, Schreibmaschinentischen, Schränken, Stühlen und Aktenständern.

Daneben wurden für die Post aber auch verschiedene Spezialmöbel nach deren Vorgaben angefertigt, wie z.B. Stempeltische, Briefsortiertische, Rollladen- und Schriftgutschränke sowie Postfachanlagen. Um eine Einheitlichkeit der Ausstattung von Diensträumen zu erreichen, wurde ab den 1920er Jahren mit der Normung der gängigen Möbel wie Arbeitstischen, Ausschütttischen und Ausgabeschränken begonnen.

Bei der Bundespost erfolgte die Beschaffung von Möbeln nach Normvorschriften meist zentral über das Posttechnische Zentralamt (PTZ) in Darmstadt. Dabei lautete die Maxime in den 1950er Jahren: „Auf einwandfreie Werkstoffe, dauerhafte Bauart und einfache Ausführung ist Wert zu legen. Minderwertige oder hochwertige Erzeugnisse für Werkstoff und Ausführungsart sind unwirtschaftlich. (…) Einheitlichkeit in der Farbtönung verleiht nicht nur gutes Aussehen, sondern erleichtert auch das Auswechseln einzelner Möbelstücke.“ Die Sammlung der Museumsstiftung umfasst eine Vielzahl der gängigsten Möbel, hierzu zählen u.a. rund 20 Schreibpulte, 40 Tische, 35 Hocker und 40 Stühle.

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.