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Optische Telegrafie

200x200Die optische Telegrafie beschleunigte die Fernkommunikation enorm, auch wenn die Zeichen der hölzernen Flügelarme nur bei guten Sichtverhältnissen sicher übermittelt werden konnten. In Frankreich wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein flächendeckendes Netz von Telegrafenstationen nach dem System von Claude Chappe aufgebaut. In Deutschland war die 550 km lange Linie von Berlin nach Koblenz mit ihren 62 Stationen von 1832 bis 1849 in Betrieb; daneben gab es auch kürzere regionale Linien.

In den Sammlungen der Museumsstiftung finden sich originale Fernrohre der französischen und der preußischen Linien, außerdem der einzige erhaltene Flügelarm eines Telegrafenmastes der preußischen optischen Telegrafie. Verschiedene Modelle veranschaulichen die einstigen Stationsbauten und die Funktionsweise der Masten mit ihren Flügelarmen. Zahlreiche Darstellungen und kunsthandwerkliche Objekte zeigen die einstige Bedeutung dieser Technik.

Fernrohr einer Telegrafenstation der französischen optischen Telegrafie nach Claude Chappe von D. F. Bardou et Fils, Paris, 1820 Gesellschaftsspiel mit optischem Telegrafen, Frankreich, vor 1800im Depot Heusenstamm im Juli 2015 Grafik mit Darstellung der Telegrafenstation auf dem Dach des Louvre in Paris Morselampen Originaler Flügel eines preussischen optischen Telegrafen

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


 

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