[ X ]

Öffentliche Telefonie

200x200Ab den 1920er Jahren gehörten Telefonhäuschen mit Münzfernsprechern zum vertrauten Bild öffentlicher Plätze und Straßen. Ihre Gestaltung und Farbgebung wurde ab 1932 reichsweit normiert: Zunächst waren Blau und Gelb, ab 1934 Rot, ab 1946 einheitliches Gelb vorgeschrieben. Mit je zwei bis drei Exemplaren sind die Standardmodelle der 1930er, 1950er, 1970er und 1990er Jahre im Sammlungsbestand vertreten.

Selbstkassierende Fernsprechautomaten, die nach Einwurf des nötigen Kleingelds Telefongespräche ermöglichen, gibt es seit 1899. Das älteste Stück im Sammlungsbestand ist eine Kassiervorrichtung von 1891; der älteste Münzfernsprecher ein M 02 von 1902. Die technische Entwicklung von den ersten Ortsmünzfernsprechern der Reichspost und der bayerischen Post über Orts-. und Fernwahlmünzer der Bundespost und der Deutschen Post der DDR bis hin zu Kartentelefonen von Bundespost und Telekom, die ab 1983 bargeldloses Telefonieren ermöglichten, zeigt ein Bestand von rund 150 Apparaten.

Öffentliche Telefone - Telefonhäuschen und Telefonzellen im Depot in Heusenstamm Öffentliche Telefone - Telefonhäuschen und Telefonzellen im Depot in Heusenstamm Öffentliche Telefone - Telefonhäuschen und Telefonzellen im Depot in Heusenstamm Öffentliche Telefone - Telefonhäuschen und Telefonzellen im Depot in Heusenstamm Öffentliche Telefone - Telefonhäuschen und Telefonzellen im Depot in Heusenstamm

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


Weitere Daten in der Objektdatenbank: Fernsprechzellen ǀ Kartentelefone ǀ Münztelefone