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Geldschränke und Tresore

Wertgelass des Hauptpostamtes Güstrow, um 1930, genutzt bis 1990 durch die Deutsche Post der DDRHandelsübliche Geldschränke wurden bei der Post zur Aufbewahrung der Bargeld- und Wertzeichenbestände bei Postämtern und Dienststellen aufgestellt. Bauweise und Verschlüsse richteten sich nach der Höhe der aufzubewahrenden Werte und nach den vorgeschriebenen Sicherheitsgraden. Bei schweren Tresoren befand sich die Verriegelungstechnik in der Tür und war gegen Einbruchsversuche mit einer dicken Stahlplatte gesichert. In einer Zwischenschicht befand sich feuerhemmende Isoliermasse.

Die Bundespost kannte vier Sicherheitsgrade, die von einwandigen Stahlschränken (Geldbestände bis zu 10.000 DM) bis hin zu schweren Geldschränken mit Umfassungsmantel aus einem Stück, Innenpanzer, zwei Schlössern und einem Zahlenkombinationsschloss (Bargeldbestand bis zu 2 Mio. DM) reichten. Insbesondere am Monatsende sorgten die Rentenbarauszahlungen turnusmäßig für höchste Kassenbestände.

Die Sammlung der Museumsstiftung umfasst Geldkassetten, Geldschränke und Tresore der Hersteller Adolphs, Arnheim, Fabian, Fuhrmann, Hermann, Lindener, Rieger, Sirch & Sohn sowie Weiss. Die ältesten sind hölzerne Wertgelasse aus dem späten 19. Jahrhundert; die jüngsten stammen aus den 1930er Jahren.

Tresor, Geldschrankfabrik G. Fuhrmann Berlin, um 1880 Tresor, Carl Herrmann Geldschrank-Fabrik Nürnberg, nach 1882 Tresor, Carl Herrmann Geldschrank-Fabrik Nürnberg, um 1900 Wertgelasstruhe, Norddeutschland, ca. 1890 Tresorschloss Protector, 1897

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.