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Frankiermaschinen

Frankiermaschine „TN Postalia“, 1980Mit Frankiermaschinen werden Postsendungen mit einem Gebührenstempel bedruckt. Anstatt durch Freimarken wird die Postgebühr bar verrechnet. Man spricht daher auch von Barfreimachungsmaschinen. Die Bayerische Post führte 1910 die Barfreimachung ein und nutzte Briefstempelmaschinen zum Abstempeln der Sendungen. Bei der Deutschen Reichspost liefen seit 1919 Versuche mit einer umgearbeiteten Briefstempelmaschine, 1921 wurde ein Modell der Firma Klüssendorf (Berlin) offiziell zugelassen. 1925 folgte die in Größe und Form an eine Registrierkasse erinnernde „Francotyp A“, die von den Anker-Werken in Bielefeld gebaut und von der Francotyp-Gesellschaft GmbH in Berlin vertrieben wurde. Diese Freistempler wurden mit einer Wertkarte betrieben, die beim Postamt gekauft und in das Gerät geschoben wurde. Das zuständige Postamt besaß einen Zweitschlüssel für das Gerät und versiegelte das Schloss anschließend mit einem Papierplättchen. Bei den Modellen des Herstellers Postalia wurde von Postmitarbeiter/innen mit einem Stellschlüssel der gezahlte Portobetrag am Gerät eingestellt.

Die Sammlung der Museumsstiftung umfasst rund 150 Maschinen unterschiedlichster Hersteller von den 1920er Jahren bis 2005.

Frankiermaschine „TN Postalia Elektrik Standard“, 1960 Frankiermaschine „Freimarkenstempler Type A“, 1935 Frankiermaschine „Francotyp A“, 1920 Frankiermaschine „Pitney Bowes 6300“, 1980 Frankiermaschine „Pitney Bowes Automatik 6200 Halbautomat“, 1992

Kontakt

Anke Höwing

Referentin Institutionengeschichte & Fotoarchiv Berlin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 40
E-Mail: a.hoewing*mspt.de

Anke Höwing ist als Referentin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Sie ist für die Sammlungsbereiche Institutionengeschichte und das Fotoarchiv am Sammlungsstandort Berlin sowie den Leihverkehr zuständig.


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