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Originalentwurf für die Briefmarke Deutsches Reich MiNr. 113 mit Motiv des Reichspostamts in Berlin.
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Vom Entwurf bis zur fertigen Briefmarke

Originalentwurf für die Briefmarke Deutsches Reich MiNr. 113 mit Motiv des Reichspostamts in Berlin.
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So bunt und vielfältig, wie wir sie heute kennen, wurden die Briefmarken erst nach dem 2. Weltkrieg. Die ersten bildeten den Herrscher des Landes, sein Wappen oder die Wertziffer ab. Um die Wende zum 20. Jahrhundert tauchten Symbole, Landschaften und Bauten auf Marken auf. Neben den „Dauerserien“ der Deutschen Post gibt es jedes Jahr etwa 60 Sondermarken – 11 thematisch festgelegte Sondermarken mit einem „Plus“ zur Unterstützung gemeinnütziger Projekte und ca. 49 Marken, für die Motive gesucht werden. Dafür darf jeder Bürger Themenvorschläge einreichen. Diese werden vom Programmbeirat des Bundesministeriums der Finanzen geprüft und zu einer Vorschlagsliste zusammengefasst. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundesfinanzminister.

Oft ist es sehr aufschlussreich zu sehen, wie sich ein Motiv vom Entwurf bis zur fertigen Marke entwickelt und welche Entwürfe umgesetzt werden und welche nicht. Die Museumsstiftung sammelt daher auch Druckproben, Entwurfsskizzen, Entwurfsvorlagen, Essays, Konkurrenzentwürfe, Originalentwürfe und Reinzeichnungen sowie Probedrucke und Schwarzdrucke. Darunter finden sich zum Beispiel eine Skizze für ein Wasserzeichen für die Mulready-Umschläge mit den Initialen Rowland Hills und Entwürfe bekannter Grafiker. Eines der wichtigsten Objekte ist die erhaltene Originalskizze zur berühmten Germania-Marke, einer Ikone der deutschen Philatelie.

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Kontakt

Dr. Andreas Hahn

Leiter des Archivs für Philatelie Bonn
Archiv für Philatelie Bonn
Telefon: +49 (0)228 185 150
E-Mail: a.hahn*mspt.de

Dr. Andreas Hahn leitet seit 1998 das Archiv für Philatelie der Museumsstiftung am Standort Bonn. Er ist Kunsthistoriker und interessiert sich neben dem philatelistischen Wert der Sammlung auch für die kunst- und kulturhistorische Bedeutung der Sammlungsobjekte. Sein besonderes Interesse gilt den frühen Ausgaben der „Klassik“ sowie Entwurfsprozessen.


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