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Briefmarken

Das Motiv der Germania, nach einem Bild der Schauspielerin Anna Führing, verwendet die Reichspost erstmals am 1. Januar 1900 (Deutsches Reich MiNr. 56 b).1840 erschien mit der englischen „Penny Black“ die erste Briefmarke der Welt. Als erstes deutsches Land gab das Königreich Bayern am 1. November 1849 eigene Briefmarken heraus. Die Ein-Kreuzer-Marke wurde wegen ihrer schwarzen Druckfarbe und ihres einfachen Markenbildes bald als „Schwarzer Einser“ bekannt. Die Briefmarkensammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation bestand schon vor der Gründung des Reichspostmuseums 1872. Sie war in den 1850ern Jahren als Vergleichssammlung für die Mitarbeiter der königlich-preußischen Postverwaltung gegründet worden.

Heute zählt sie zu den ältesten und umfangreichsten Sammlungen weltweit. Gesammelt wurden und werden weltweit die Briefmarken aller im Weltpostverein vertretenen Länder, ob einzeln oder auf Brief. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den deutschen Marken von den Anfängen bis heute. Zu zahlreichen Spezialgebieten (z.B. Flugpost, Zeppelinpost, usw.) gibt es eigene Sammlungen, so auch zu Fälschungen und Fehldrucken. Dazu kommen Highlights wie die Penny Black, der Sachsen Dreier sowie eine Rote und eine Blaue Mauritius.

Die erste deutsche Briefmarke, der „Schwarze Einser“ vom 1. November 1849, stammt aus dem Königreich Bayern (Bayern MiNr. 1). Japans erste Briefmarken erscheinen am 20. April 1871. Diese 100-Mon-Marke der „Drachenserie“ (MiNr. 2) ist auf Japanpapier gedruckt. Trinidad und Tobago MiNr. 1. Der Kapitän des Dampfers „Lady McLeod“ gibt am 24. April 1847 diese heute sehr wertvolle private Schiffspostmarke heraus. Die sogenannte „Penny Black“ vom 6. Mai 1840 ist die erste Briefmarke der Welt. (Großbritannien MiNr. 1) Die erste Briefmarke des Königreichs Sachsen, der berühmte rote Sachsen-Dreier (MiNr. 1), ist am 1. Juli 1850 ausgegeben worden.

Kontakt

Dr. Andreas Hahn

Leiter des Archivs für Philatelie Bonn
Archiv für Philatelie Bonn
Telefon: +49 (0)228 185 150
E-Mail: a.hahn*mspt.de

Dr. Andreas Hahn leitet seit 1998 das Archiv für Philatelie der Museumsstiftung am Standort Bonn. Er ist Kunsthistoriker und interessiert sich neben dem philatelistischen Wert der Sammlung auch für die kunst- und kulturhistorische Bedeutung der Sammlungsobjekte. Sein besonderes Interesse gilt den frühen Ausgaben der „Klassik“ sowie Entwurfsprozessen.


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