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Auskunft, Auftrags- und Ansagedienste

200x200Seit über 135 Jahren gibt es telefonische Ansage- und Auskunftsdienste: Anfangs erteilten die Vermittlungskräfte den Anrufern die gewünschte Auskunft – ob genaue Uhrzeit oder richtige Telefonnummer. Spezielle Auskunftsstellen wurden ab den 1920er Jahren eingerichtet. Seit den späten 1930er Jahren wurden automatische Ansagegeräte eingesetzt. Die Ansagen für die Uhrzeit, die Wettervorhersage, die Lottozahlen, das örtliche Kinoprogramm, Fahrplanhinweise oder Kochrezepte wurden von der Post selbst produziert und waren tagesaktuell.

Zehn komplett ausgestattete Auskunftsplätze aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigen eindrücklich die Veränderung der Arbeitswelt von der Zeit der Karteikarten und gedruckten Telefonbücher hin zu den immateriellen Datenbanken der Gegenwart. Arbeitsplätze des Fernsprechauftragsdienstes und der Störungsannahme befinden sich ebenfalls in verschiedenen Ausführungen im Bestand. Dazu kommen mehrere Exemplare der „Eisernen Jungfrau“, wie das erste automatische Zeitansagegerät der Post mit Lichttontechnik genannt wurde.

Ansagegestelle für Ansagedienste Auskunfts-Arbeitsplätze und Störungsannahme im Depot Heusenstamm Ansagegestelle für Ansagedienste

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


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