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Atlanten

Allgemeiner Postatlas von der ganzen Welt, 1799Atlanten fassen Karten zusammen, die thematisch oder geografisch zueinander in Beziehung stehen. Es gibt gebundene Atlanten aber auch in loser Blattform. Als Begründer des modernen Atlas gilt Gerard Mercator (1512-1594). In seinem im Jahr 1595 posthum erschienenen Atlas wird erstmals der Begriff ‚Atlas‘ verwendet. Mercator nahm damit Bezug auf den mythischen, weisen König Atlas von Mauretanien.

In der Kartensammlung der Museumsstiftung Post und Kommunikation befinden sich einige klassische Universalatlanten des 19. Jahrhunderts, wie der ‚Andree‘ oder der ‚Stieler‘, Atlanten von Heinrich Kiepert, Hermann Berghaus und Carl v. Spruner. Das Besondere sind jedoch Spezialatlanten zur Verkehrsgeschichte, beispielsweise der „Postatlas der ganzen Welt“ von F.J.J. v. Reilly aus dem Jahr 1799, der „Reise-Atlas von Baiern“ von Adrian von Riedl (1796-1806) sowie einige Blätter aus dem ältesten bekannten Reise-Atlas, dem „Itinerarium Orbis Christiani“ aus dem 16. Jahrhundert. In nennenswerterem Umfang sind es jedoch Gebrauchsatlanten aus dem Postdienst, wie z.B. W. Ruhnstrucks „Atlas der Postgeographie“ oder Th. Pfuhls „Post-Taschen-Atlas“, Eisenbahn-Atlanten, statistische Atlanten und Kolonialatlanten des 19. Jahrhunderts, die den Bestand prägen.

Kontakt

Mirjam Kasperl

Museologin
Museum für Kommunikation Berlin
Telefon: +49 (0)30 713 027 52
E-Mail: m.kasperl*mspt.de

Mirjam Kasperl ist als Museologin im Museum für Kommunikation Berlin tätig. Dort betreut sie die Kartensammlung sowie die Sammlung der Planzeichnungen und Ansichten historischer Postgebäude. Einen ersten Eindruck von der thematischen Vielfalt der Sammlung vermittelt die Online-Datenbank, die nach Eingabe des Begriffs „Kartografie“ Landkarten und Atlanten auflistet.


Weitere Daten in der Objektdatenbank: Atlanten