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Anrufbeantworter und Co.

200x200Schon in den 1930er Jahren versuchte man, Telefongespräche aufzuzeichnen und damit die Flüchtigkeit des gesprochenen Worts aufzuheben. 1936 gelang dies mit dem „Textophon“ der Firma Lorenz. In den 1950ern hielt das „Alibiphon“ Einzug in Büros und Praxen – ein kompaktes Ansagegerät, das nur einen aufgesprochenen Text abspielen konnte. Eine Nachricht zu hinterlassen, war für den Anrufer bei Modellen mit eingebautem Tonbandgerät ab den 1960er Jahren möglich. Kassettentechnik machte die Anrufbeantworter ab den 1970ern deutlich kleiner.

Der Sammlungsbestand von rund 75 Anrufbeantwortern zeigt die Entwicklung von den möbelartigen Gehäusen der ersten Generation bis zu den massenhaft verbreiteten, preiswerten Geräten der 1990er Jahre, die auch in den privaten Haushalten genutzt wurden. Der Trend zur Verkleinerung setzte sich mit der Nutzung von Mikrokassetten und Speicherchips fort und führte schließlich zum Verschwinden des Anrufbeantworters. Heute ist er meist nur noch eine in das Telefon eingebaute Komfortfunktion oder eine Net-Box beim Betreiber des Telefonnetzes.

Kontakt

Lioba Nägele

Referentin Nachrichtentechnik
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 230
E-Mail: l.naegele*mspt.de

Lioba Nägele ist seit 2002 Referentin für Nachrichtentechnik am Sammlungsstandort Heusenstamm. Hier ist sie für die klassischen Kommunikationsmedien Telegrafie und Telefonie, Fernschreiben und Telefax zuständig, aber auch für Vermittlungs- und Übertragungstechnik. Ihr besonderes Interesse gilt der Telefonnutzung und Handykultur im Alltag.


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