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Amateurfunk

200x200Seit der Entwicklung funktionstüchtiger Funkgeräte durch Guglielmo Marconi ab 1897 ist die drahtlose Nachrichtenübermittlung ein Magnet für Technikenthusiasten. In Deutschland misstraute der Staat den Amateurfunkern und war bestrebt, die Fernmeldehoheit zu schützen. Nur wenige anerkannte Funkvereine erhielten 1924 Versuchssender-Genehmigungen. Zwischen 1933 und 1939 stieg die Zahl der Amateurfunklizenzen auf 530. 1949 erhielten die ersten 700 Amateurfunker eine Lizenz nach dem Amateurfunkgesetz – im Laufe der Jahre wurden es rund 80.000. Bis Ende der 1980er Jahre ebnete der Amateurfunk vielen technisch Interessierten den Zugang zu Elektronik und Nachrichtentechnik und förderte so den technisch-wissenschaftlichen Nachwuchs.

Seit Anfang der 1990er Jahre verliert der Amateurfunk – bedingt durch das Internet und den Einzug digitaler drahtloser Kommunikation in den Alltag – an Bedeutung. Bis heute ist der Zugang jedoch limitiert: Weiterhin benötigt man dafür eine Amateurfunklizenz, ausgestellt von der Bundesnetzagentur. In der Museumsstiftung gibt es eine kleine Sammlung von Funkgeräten, die zum Amateurfunk genutzt wurden.

Amateuerfunkgeräte aus der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation im Depot in Heusenstamm Amateuerfunkgeräte aus der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation im Depot in Heusenstamm Amateuerfunkgeräte aus der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation im Depot in Heusenstamm Amateuerfunkgeräte aus der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation im Depot in Heusenstamm

Kontakt

Dr.-Ing. Tina Kubot

Dr.-Ing. Tina Kubot

Referentin Mediengeschichte
Museum für Kommunikation Frankfurt
Telefon: +49 (0)6104 49 77 220
E-Mail: t.kubot*mspt.de

Dr. Tina Kubot ist Halbleitertechnologin und seit 2017 Referentin für Mediengeschichte. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen Informations- und Kommunikationstechnologie wie Radio, Fernsehen und Computer. Funk, Sende- und Studiotechnik gehören ebenfalls dazu, wie auch Bild- und Tonaufzeichnung. Ihr Forschungsinteresse liegt in der Technikgeschichte mit dem Schwerpunkt auf Technikgenese und -entwicklung.


Weitere Daten in der Objektdatenbank: Sprechfunk

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